Salz - gut oder schlecht?
Ab und zu gönne ich mir eine fette Portion McDonalds Pommes. Nicht als regelmässige Mahlzeit, aber vielleicht so alle zwei Wochen. Die Pommes sind eigentlich schon anständig gesalzen, dennoch verlange ich jeweils noch extra Salz, denn für mich können die Dinger nicht genug salzig sein. Damit liege ich voll im Trend. In einem kürzlich gelesenen Bericht (Vista, das Schweizer Gesundheitsmagazin, Ausgabe Nr. 4 / Mai 2012) zum Thema Salzkonsum wird nämlich darauf hingewiesen, dass der Schweizer (damit sind auch die Schweizerinnen gemeint) pro Tag rund 9 Gramm Salz (chemisch korrekt benamst Natriumchlorid) konsumiert. Diese Menge liegt ca. um das 5-fache über dem eigentlichen täglichen Bedarf von 2 Gramm. Hoppla, ganz schön ordentlich. Studien zeigten, dass Salz Bluthochdruck verursachen könne, was nicht gerade als eine erwünschte Wirkung bezeichnet werden kann. Salz bekam in den vergangenen Jahrzehnten vor diesem Hintergrund einen schlechten Ruf und es brach fast ein Glaubenskrieg aus, da zahlreiche widersprüchliche Studien publiziert wurden. Der hauptsächliche Grund für die unterschiedlichen Studienergebnisse ist offenbar in der genetische Prädisposition der Versuchskaninchen zu finden: nur bei einem Drittel der Schweizer erhöht Salz den Blutdruck. Wie das bei Deutschen oder Österreichern aussieht weiss ich nicht. Wahrscheinlich sind diese empfindlicher als wir und der Anteil liegt daher höher;-) Dem Bericht ist zu entnehmen, dass das Schweizerische Bundesamt für Gesunheit nun eine hochoffizielle "Salzstrategie" entwickelt hat mit dem Ziel, den täglichen Konsum der Schweizer Bevölkerung auf 8 Gramm zu senken, wohl unter lautem Wiehern sämtlicher Amtsschimmel. Damit soll eine Annäherung an die Empfehlung der World Health Organization von täglich 5 Gramm Salz erreicht werden. Als sich auf die Gesundheit positiv auswirkende Alternative sei der Ersatz des Natriumsalzes durch Kaliumsalz zu erwähnen, obschon dieses leider sensorisch weniger bekömmlich sei (ha ha, ich liebe diesen Jargon!). Quintessenz: Eine Reduktion des Salzkonsums ist lediglich bei Patienten angezeigt, die an einer Herz- oder Nierenschwäche leiden. Ansonsten gilt das übliche: Gesunder Menschenverstand (sofern vorhanden) zur Anwendung bringen, sprich wo nötig Gewicht reduzieren, viel Früchte und Gemüse essen und sich bewegen, idealerweise sich im CrossFit abrackern. Persönliches Fazit: I don't give a shit, die nächsten Pommes werden mit extra Salz bestellt, basta.
CrossFit WOD 23.5.2012
- Strength: off
- Skillwork: Kipping Handstand Push-up
- Conditioning: 3 Runden auf Zeit von a. 5 Handstand Push-ups, b. 10 Wallball Shots, c. 15 Ring Rows und d. 20 Abmat Sit-ups
Power to you!
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Working on the Clean
